Wer eine neue Website will, ist immer mit der gleichen Frage konfrontiert: Soll ich sie selber machen oder wähle ich einen professionellen Anbieter? Baukasten-Systeme, um selber eine Website zu erstellen, gibt es ja zahlreiche. Webagenturen, so wie wir, ebenso. Die Entscheidung können und wollen wir euch nicht abnehmen, aber in diesem Blog-Artikel bieten wir euch eine Übersicht, auf was es bei einer Website ankommt.

Überlege dir das Ziel deiner Website

Was willst du mit deiner Website erreichen? Willst du Neukunden über das Internet gewinnen oder sogar deine Produkte online im einem Webshop verkaufen? Oder dient die Website nur als «digitale Visitenkarte»?

Überlege dir diese Frage gut vor dem Erstellen deiner Website. Mach dir vielleicht sogar ein kleines, schriftliches Konzept. Hat deine Firma bereits viele Kunden, und bist du nicht angewiesen auf Neukunden, dann ist eine einfache Website als digitale Visitenkarte ausreichend. Wenn du aber Neukunden akquirieren willst, gehört einiges mehr dazu. Dazu unten mehr.

Die Wahl des richtigen Anbieters

Das erste Schritt ist die Wahl das Anbieters. Wenn man die Website selber machen will, gibt es im Internet zahlreiche Anbieter dazu. Diese funktionieren immer gleich: Man zahlt einen gewissen monatlichen Betrag, und kann dann selber eine Webseite aus vorgefertigen Vorlagen erstellen.

Vorteile

  • Einfache Bearbeitung
  • Vorgefertige Templates
  • Support bei Problemen

Nachteile

  • Limitierte Funktionen
  • Gefahr, dass Website gleich aussieht wie andere
  • Problematische Benutzerführung
  • Gebunden an den gewählten Anbieter durch Verträge

Wer jedoch eine professionelle Lösung will, arbeitet am besten mit einer Webagentur zusammen. Hier ist aber auch Vorsicht geboten. Achte darauf, welches CMS (Content Management System) verwendet wird. Viele Agenturen besitzen ein eigenes CMS-System, was bedeutet, dass man abhängig von der jeweiligen Agentur gemacht wird; oftmals ebenfalls mit Verträgen und monatlichen Kosten. Hier können hohe Kosten anfallen, weil man nur wenige Änderungen selber an der Website vornehmen kann. Es empfiehlt sich ein CMS-System wie WordPress. WordPress kann von den meisten Webentwicklern betreut werden und man ist somit nicht abhängig von einer Webagentur.

Vorteile

  • Individuelle Gestaltung
  • Neuster, technischer Standard
  • Professionelle Betreuung
  • Unabhängig
  • Beliebig erweiterbar

Nachteile

  • Je nach Wahl des Anbieters, wenig Bearbeitungsmöglichkeiten
  • Je nach Wahl des Anbieters, hohe fortlaufende Kosten für Support und Änderungen

Webdesign und Usability (Benutzerführung)

Wer das Suchverhalten von Leuten im Internet versteht, weiss, dass Suchende oft mehrere Websites anschauen, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Das heisst, dass du chancenlos bist, wenn deine Website gegenüber denen von Mitbewerbern negativ auffällt. Was heisst das?

Deine Webseite muss sauber gestaltet sein, sowie dem CI/CD deiner Firma entsprechen. Das heisst Logo, Farben, Schriften, Bildwelten, Gestaltungselemente. Es ist wichtig, dass deine Besucher einen Wiedererkennungswert haben. Die Gestaltung sollte also aus einem Guss kommen, egal ob Website, Visitenkarten oder E-Mail-Signaturen.

Deine Website muss responsive sowie optimiert für mobile Geräte sein. Responsive heisst, die Website passt sich automatisch an der Bildschirmgrösse an. Seit Google den Mobile First Index eingeführt hat, ist dies wichtiger denn je. Ist deine Website nicht für mobile Geräte optimiert, fällt sie aus der Google-Suche.

Die richtige Benutzerführung: Besucher müssen auf den ersten Blick erkennen, um was es bei der Website geht. Zudem müssen Sie mit so wenig Klicks wie möglich ans Ziel kommen. Ziele innerhalb einer Website können sein: Produkte im Online-Shop, eine Übersicht über die Dienstleistungen oder etwa ein Kontaktformular.

Intressanter und guter Content

Content, oder zu deutsch Inhalt, ist essenziell für den Erfolg deiner Website. Überlege dir gut, was Besucher wissen wollen, und was nicht. In unserer schnelllebigen Zeit darf man die Besucher nicht mit «Bleiwüsten» erschlagen. Bleibe kurz und knapp und gebe dem Besucher so viele Infos wie möglich, mit möglichst wenig Text. Schmücke deinen Text zudem mit Bildern oder Icons.

Aber Achtung: Weniger Text heisst auch weniger Futter für die Google Roboter. Und die sind hungrig! Zu wenig Text kann bedeuten, dass du in der Google Suche zu wenig gut gelistet wirst. Eine gesunde Mischung ist der Trick am ganzen!

Portfolio | Icons Beck Schüpfer

Schmücke deinen Textinhalt mit Bildern oder Icons für eine bessere Lesbarkeit. Quelle: www.beckschuepfer.ch

Der richtige Content ist auch entscheidend, dass man in der Google-Suche gefunden wird (Suchmaschinenoptimierung). Man stelle sich vor: Man flaniert durch eine Einkaufsmeile. Verschiedene Läden mit ähnlichen Angebot zieren die Gassen. Es kommen verschiedene Kriterien zum Zug, für welche Läden man sich entscheidet: Standort, Design des Shops, Präsentation des Angebotes, Preis sowie auch das Verhalten der Mitarbeiter.

Genau das gleiche versucht Google in seiner Suche zu machen. Google versucht, das beste Angebot für die jeweilige Suchanfrage zu finden. Deshalb ist es enorm wichtig, sein Angebot schön zu präsentieren und mit entsprechenden Texten zu ergänzen.

Portfolio | Website Schläpfer Holzbau

Die Google-Suche ist wie eine Einkaufsmeile in der Stadt. Das am besten präsentierte Angebot macht das Rennen. Quelle: www.schlaepfer-holzbau-ag.ch

Die Suchmaschinenoptimierung SEO

Jeder hat wohl schon von der Suchmaschinenoptimierung bzw. SEO gehört. Es ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt bereits Agentur, welche sich komplett nur auf SEO spezialisiert haben. Konkret geht es bei der Suchmaschinenoptimierung darum, dass man in der Google-Suche besser gefunden wird. Es umfasst diverse technische Einstellungen, welche von den meisten Anbietern aber automatisch abgedeckt werden. Darunter gehört etwa die Page Speed Optimierung, also die Verbesserung der Ladegeschwindkeit der Website. Oder auch die korrekte Verwendung von HTML-Tags.

Auch beim Online-Schalten der neuen Website gibt es einiges zu beachten. So muss die neue Internetseite korrekt bei der Search Console von Google angemeldet werden. Bereits indexierte URLs der alten Website müssen korrekt mit einer 301-Weiterleitung auf die neue Seite umgeleitet werden. Ansonsten gehen wertvolle Rankings in der Suche verloren.

Beispiel:

Die Über-uns-Seite der alten Website hat die URL www.website.ch/UEBERUNS.html. Bei der neuen Website lautet der Link jedoch www.website.ch/ueber-uns. Eine 301-Weiterleitung ist somit essenziell – ansonsten erhält der Besucher eine 404-Fehlermeldung (Seite nicht gefunden).

Backups, Updates und Sicherheitslücken

Content Management Systeme wie WordPress sollten immer aktualisiert werden. Somit beugst du Angriffen vor, da in veralteten Applikationen immer wieder Sicherheitslücken auftreten können. Sollte deine Website trotzdem mal einem Angreifer zum Opfer fallen, solltest du sicherstellen, dass du ein aktuelles Backup hast, also eine Datensicherung. Von diesem Backup kann die Website schell und einfach wiederhergestellt werden. Die meisten Webagenturem bieten dazu Support-Abos an; es kann jedoch mit ein wenig Anwenderkenntnissen auch selbst gemacht werden.

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